Ja, genauso gehts mir jetzt,
kurz bevor ich das Auto nehme das mich zum Flughafen bringt um nach Santiago de Compostela zu fliegen.-
Zum zweiten Mal werde ich im Pilgerbüro als ehrematlicher Mitarbeiter zwei Wochen lang Pilger Willkommen heissen und ihnen die Cospostela überreichen. Jaaaa ‘Die Compostela’ dieses heiss ersehnte Zertifikat, das jedem Pilger zur Verfügung steht und ihn die Anerkennung ihrer Pilgerreise attestiert. Dieses Dokumente dient als Nachweis über die abgeschlossene Pilgerschaft.
Die Länder der Menschen die im Pilgerbüro ankommen sind unzählig, fast aller Länder der Welt sind vertreten. Uns somit auch die Kultur ihres Landes, das aussehen typischer Kleidungsstücke das sie tragen (nicht alle kommen als Sport-Athleten bekleidet daher), die verschieden Sprachen wenn sie unter sich reden. Das ist eine wunderbare Erfahrung für mich/uns die hinter den Tresen die Compostela ausstellt.
Spanisch ist die am meistens gesprochen Sprache, als kommunikationssprache hat sich bei allen ausländischen Pilger, egal woher, englisch durchgesetzt. Bei allen??, nein nicht bei allen, ein kleines gallisches Dorf widersetzt sich…aber das ist ne andere Geschichte.
So freue ich mich, morgen Sonntag bereits, Pilger im Pilgerbüro willkommen zu heissen und ihnen für die Strapatzen die sie durchgemacht haben zu gratulieren.
Manche kommen weit daher, sehr weit. Letztes Jahr hatte ich eine Gruppe aus Litauen, über 4.500km zu Fuß quer durch Europa. Andere nehmen sich kleine Strecken vor, so wie es ihr Körper, Geist oder gar Zeit erlaubt. Die kürzeste Strecke zum erlangen der Compostela sind immer die letzten 100km bis Santiago. Die Pilger dokumentieren in ihren Pilgerausweis mit Stempel und Datum entlang des Weges das sie gelaufen sind.